Minitheater:die ersten Jahre


Im Jahre 1988 waren wir wieder auf der Suche nach einem Probenraum. Nach einigen Bittgängen lies sich Bürgermeister Gerhard Zügner erweichen und besah sich das "Sternlanghaus" mit uns.
Ansicht 1988, noch mit beiden Kaminen

Er hatte es noch in wunderbarer Erinnerung. Leider waren die Jahre nicht spurlos am Gebäude vorübergegangen und so durften wir das Haus vorübergehend benutzen. Der Bürgermeister träumte nämlich von einem Dorfmuseum an dieser Stelle. Aber schon beim ersten Rundgang war klar, daß wir hier nicht nur proben werden sondern dass das auch unser Theater werden könnte.

Im ehemaligen Schlafzimmer (4 mal 6 Meter) bauten wir eine Zusehertribühne für 54 Personen. Daher stammt auch der Name "Minitheater". Da die Bänke länger waren als der Raum breit war, wurden ganz einfach Löcher in die Mauer gestemmt und die Bänke dort hineingeschoben. Das waren eigentlich die ersten Bauarbeiten der Theatergruppe KAWOST. Es folgte ein Ofenanschluß für den Zuseherbereich und der Abbau des Kesselbaues in der Küche, um mehr Platz zu schaffen. Eine übergroße Eisentüre wurde am Eingang zum Theatersaal eingebaut.

Hof-Ansicht, heute ist das der Pausenraum. Die linke Tür führt heute in den Heizraum, die rechte in die WC-Anlage

Aber schon im zweiten Jahr tauschten wir die kleine Türe in der Küche gegen eine größere aus. Weiters mussten die Fußböden in Küche und im Nebenraum neu gemacht werden, da die alten Holzböden, durch einen Kunststoffbelag abgedeckt, komplett vermodert waren.

Aber wir strebten nach einem größeren Saal. Durch die Generalsanierung der Volksschule waren drei I-Träger frei geworden, die unsere neue Saaldecke tragen sollten. Der Gemeinderat hatte nichts gegen einen entsprechenden Umbau, sofern die Sicherheit gegeben sei und keinerlei Kosten für die Gemeinde entstünden. Also machten wir uns an die Plannung um unserem Traum von einem eigenen Theater wieder etwas näher zu kommen.